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  Laerm im Meer - Verhalten in der Natur - Wussten Sie schon - "Die Bucht" - Plastiki
       
 
 

Gott sei Dank, daß die Menschen noch nicht fliegen koennen und den Himmel ebenso verschmutzen wie die Erde.
Henry David Thoreau (1817-62), amerik. Schriftsteller

 
       
Literatur

Ein Ozean voller Laerm.pdf
  Im Meer herrscht ohrenbetaeubender Laerm
( ... oder warum es besser ist zu segeln ...


The Flip-Flop story (Film)

  "Die «Welt der Stille» – das Meer – ist zum Laerminferno geworden. Militaerische und seismische Sonare und der zunehmende Schiffsverkehr sind so laut geworden, dass Wale und andere Meeresbewohner daran sterben.Wale, Delfine und sehr viele andere Meeresbewohner sind auf akustische Kommunikation angewiesen, sei es zur Orientierung, zur Futtersuche, sei es, um den Geschlechtspartner zu finden oder zur sozialen Kommunikation.
Doch die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Meeressaeuger noch «verstehen», wird immer geringer. Vor allem in Kuestengewaessern und entlang intensiv befahrener Schifffahrtswege herrscht ein ohrenbetaeubender Unterwasserlaerm. Was sich heute in der einst poetisch beschriebenen «Welt der Stille» abspielt, gleicht einem akustischen Horror."
(aus dem "Greenpeace Magazin")
  "Menschen versuchen sich gegen Laerm zu schuetzen. Mit Schallschutzmauern an Autobahnen, mit Nachtflugverboten für Flughaefen oder mit Ohrenschutz gegen Baulaerm. Laerm verursacht Stress.
Genauso ergeht es den Meeressaeugern mit dem Laerm, den wir Menschen im Meer verursachen. Hervorgerufen durch die wachsende Schiffsindustrie, die Suche nach Oel und vor allem durch den Gebrauch von Sonar durch das Militaer.
Denn Wale kommunizieren unter Wasser miteinander, dabei werden sie empfindlich durch unseren Laerm gestoert.
Wissenschaftliche Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Wale sogar daran sterben."
(aus "sound in the sea")
         
     
    "Die Bucht"    
         
www.
diebucht-derfilm.de
 

(The Cove)
Dokumentarfilm (USA 2009), Ric O'Barry

 

Ric O'Barry, in den sechziger Jahren Trainer vom TV-Delfin Flipper, engagiert sich seit 38 Jahren gegen den Fang von Delfinen, die weltweit fuer bis zu 150 000 Dollar an Vergnuegungsparks verkauft werden.
Die Fangmethoden gleichen eher einem Massaker. Im japanischen Kuestenort Taiji werden die Meeressaeuger zusammengetrieben und brutal abgestochen. Viele verenden einfach in den Fangnetzen. Nur die staerksten und schoensten Delfine werden für den Verkauf an Zoos am Leben gelassen.

"Die Bucht" ist Oeko-Thriller, Abenteuerfilm und provokannter Coup.

         
     
    Plastiki    
         

The New Yorker

Spiegel online

 
  Diese Geschichte handelt von einem Katamaran ...

"made entirely of recyclable plastics, that
David de Rothschild plans to sail across
the Pacific Ocean".
         
       
    Verhalten als Wassersportler in der Natur
    Einfachste Regel: "mehr Mist vom Strand mitnehmen, als man selber verursacht hat"
         
Sea Memories Collection 
 
 

Vorbild kann dabei der tunesische Kuenstler Mohsen Lihidheb sein, der u.a. im Guiness Buch der Rekorde mit 26.820 verschiedenen gesammelten Objekten vertreten ist.

 

 

 

   
    10 goldene Regeln für das Verhalten von Wassersportlern in der Natur
    Erarbeitet von den Wassersportspitzenverbänden im Deutschen Sportbund und dem Deutschen Naturschutzring
         
    1. Sensible Bereiche

Meiden Sie das Einfahren in Roehrichtbestaende, Schilfguertel, Ufergehoelze und in alle sonstigen dicht und unuebersichtlich bewachsenen Uferpartien. Meiden Sie darueber hinaus Kies-, Sand- und Schlammbaenke (Rast- und Aufenthaltsplatz von Voegeln) und Ufergehoelze. Meiden Sie auch seichte Gewaesser (Laichgebiete), insbesondere solche mit Wasserpflanzen.
  2. Abstand halten

Halten Sie einen ausreichenden Mindestabstand zu Roehrichtbestaenden, Schilfguerteln und anderen unuebersichtlich bewachsenen Uferpartien sowie Ufergehoelzen - auf breiten Fluessen beispielsweise 30 bis 50 Meter. Halten Sie einen ausreichenden Mindestabstand zu Vogelansammlungen auf dem Wasser, wenn moeglich mehr als 100 Meter.
       
    3. Naturschutzgebiete

Befolgen Sie in Naturschutzgebieten unbedingt die geltenden Vorschriften. Haeufig ist Wassersport in Naturschutzgebieten ganzjaehrig, zumindest zeitweilig, voellig untersagt oder nur unter ganz bestimmten Bedingungen moeglich. Wildwasserfahrer duerfen unter keinen Umstaenden das Flussbett veraendern, etwa durch Ausraeumen stoerender Felsbrocken.
  4. Feuchtgebiete

Nehmen Sie in „Feuchtgebieten internationaler Bedeutung“ bei der Ausuebung von Wassersport besondere Ruecksicht. Diese Gebiete dienen als Lebensstaette seltener Tier- und Pflanzenarten und sind daher besonders schutzwuerdig.
         
    5. Starten und Anladen

Benutzen Sie beim Landen die dafuer vorgesehenen Plaetze oder solche Stellen, an denen sichtbar kein Schaden angerichtet werden kann.
  6. Lebensraeume

Naehern Sie sich auch von Land her nicht Schilfguerteln und der sonstigen dichten Ufervegetation, um nicht in den Lebensraum von Voegeln, Fischen, Kleintieren und Pflanzen einzudringen und diese zu gefaehrden.
         
    7. Im Watt

Laufen Sie im Bereich der Watten keine Seehundbaenke an, um die Tiere nicht zu stoeren oder zu vertreiben. Halten Sie mindestens 300 bis 500 Meter Abstand zu Seehundliegeplaetzen und Vogelansammlungen und bleiben Sie hier auf jeden Fall in der Naehe des markierten Fahrwassers. Fahren Sie hier mit langsamer Fahrstufe.
  8. Beobachtung

Beobachten und fotografieren Sie Tiere moeglichst nur aus der Ferne.
       
    9. Sauberes Wasser

Helfen Sie, das Wasser sauber zu halten. Abfaelle gehoeren nicht ins Wasser, insbesondere nicht der Inhalt von Chemietoiletten. Diese Abfaelle muessen genauso wie Altoele in bestehenden Sammelstellen der Haefen abgegeben werden. Benutzen Sie in Haefen selbst ausschliesslich die sanitaeren Anlagen an Land. Lassen Sie beim Stillliegen den Motor Ihres Bootes nicht unnoetig laufen, um die Umwelt nicht zusaetzlich durch Laerm und Abgase zu belasten.
  10. Information

Machen Sie sich diese Regeln zu eigen und informieren Sie sich vor Ihren Fahrten ueber die fuer Ihr Fahrtgebiet bestehenden Bestimmungen. Sorgen Sie dafuer, dass diese Kenntnisse und Ihr eigenes vorbildliches Verhalten gegenueber der Umwelt auch an die Jugend und vor allem an nichtorganisierte Wassersportler weitergegeben werden.
         
   
         
     
    Wussten Sie schon...    
         
    ... was "Stoerung" für die Tiere in der Natur bedeutet?

* Zusaetzlichen Stress und verminderte "Fitness“ im Kampf um das Ueberleben in einer enger werdenden und zivilisationsgeschaedigten Umwelt,
* die Tiere kommen nicht zur Ruhe und verbrauchen auf der Flucht wichtige Energiereserven,
* sie koennen nicht genug Nahrung aufnehmen und keine Energie speichern
  ... dass Wale ueber eine Entfernung von
3500 km kommunizieren?


* 1993 zeichnete der Bioakustiker Christopher Clark die extrem tiefen Laute eines Blauwals auf, der vor der Küste Neufundlands tauchte –
3500 Kilometer entfernt!

Mit anderen Worten: Das groesste Tier unseres Planeten kann seine Artgenossen auch in einem Gebiet erreichen, das mehrere hunderttausend Quadratkilometer gross ist. Eine Theorie meint gar, es gebe Walarten, die ueber ein globales ozeanisches Kommunikationsnetz verfuegen. Sozusagen ein «Wal-Internet».
       
   
         
    ... dass sich nur wenige Vogelarten an den Menschen gewoehnen koennen?

* Gerade die sensibleren und deshalb besonders gefaehrdeten Arten koennen dies nicht,
* oft sehen Sie diese Arten erst, wenn sie bereits vor Ihnen fliehen,
* an die Jungvoegel auch dieser Arten kommen Sie oft sehr nahe heran; sie sind jedoch, wie die Gelege, perfekt getarnt und sie verharren in einer "Scheintodstellung“ oder fluechten in die Vegetation - nicht selten werden sie totgetreten,
* gerade die scheuen Voegel verlassen auf der Flucht ihre Gelege; die Eier kuehlen aus und sterben ab.
  ... wie stark auch Ihr Altoel das Wasser verschmutzt?

* Ein Kubikzentimeter Oel breitet sich auf der Wasseroberflaeche über 3 bis 4 Quadratmeter aus,
* Voegel, die durch solche Lachen schwimmen, koennen daran sterben,
* 0,1 bis 1 Milligramm giftiger Substanzen aus dem Erdoel machen 1 Liter Wasser ungeniessbar, auch fuer die Tiere.
       

oceancare.org

ozeane.de

  ... Plastikmuell im Meer

Nach Untersuchungen der UN-Umweltorganisation UNEP treiben bis zu 18.000 Plastikteile in jedem Quadratkilometer der Weltmeere. Rund sechseinhalb Millionen Tonnen Plastikmuell landen im Meer - davon ca. 150.000 Tonnen durch sogenannte Geisternetze der Fischereiindustrie. Besonders bedenklich stimmt dies, wenn man in Betracht zieht, dass Plastik erst seit rund 40 Jahren in grossen Mengen hergestellt wird.

(aus oceancare)
 

... dass der Baiji - Flussdelphin ausgestorben ist

Wuhan, China, 13. Dezember 2006 – Eine von weltweit nur 5 Flussdelphin-Arten, der Baiji-Delphin, gilt nach Meinung von Experten als ausgestorben. Eine wochenlange Suchexpedition auf dem chinesischen Fluss Jangtse blieb erfolglos. Wissenschaftler des Instituts für Hydrobiologie in Wuhan und internationale Experten aus sechs Laendern hatten ueber anderthalb Monate den einzigen Lebensraum des Baiji-Delphins abgesucht, ohne auch nur einen Hinweis auf ueberlebende Tiere zu finden. (aus ozeane )

         
greenpeace.de
 
  ... dass Haie schon seit ca. 400 Millionen Jahren

durch die Weltmeere schwimmen - lange bevor die ersten Saurier aus dem Ei schluepften. Sie zaehlen zu den aeltesten heute lebenden Wirbeltieren: viele der elegant geformten Jaeger existieren beinahe unveraendert seit über 60 Millionen Jahren, als sich die Dinosaurier wieder von der Erde verabschiedeten.
(aus greenpeace)