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Geschichte Geschichte heute - A Cat - Hobie Cat - Tornado - F 18
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Das Wort “Katamaran” geht auf einen indischen Begriff zurueck "kattu maram", der ein aus “zusammengebundenen Baumstaemmen” bestehendes Boot bezeichnet.
Polynesier entwickelten aus der Verbindung zweier Kanus mit flexiblen Querstreben schnelle, leicht zu manoevrierende Boote. Sie hatten mit derart gebauten Booten, schon lange vor den Europaeern, weite Seereisen unternommen. Vermutlich wurde bereits im 5. Jahrhundert die Strecke zwischen Fidji und Hawaii von ihnen zurückgelegt.

1662, Das wohl erste Doppelrumpfboot in Europa, die 30 Fuß “Invention I” wurde von dem Iren Sir William Petty konstruiert und fand sogar die Unterstuetzung des Koenigs Charles II. In einer Regatta der “Royal Society” schlug sie alle anderen Boote.

Der Schotte Patrick Miller baute 1786 und in den folgenden Jahren mehrere Zwei - und Drei - Rumpf - Boote, die sich jedoch auf Dauer nicht durchsetzen konnten.
1876 deklassierte der amerikanische Yachtkonstrukteur Nat Herreshoff ( 1848 - 1938 ) und sein 25 Fuß Catamaran “Amaryllis” mit dem Gewinn des “America´s Cup” die gesamte Konkurrenz. 

Das Boot war in Anlehnung an die polynesischen  Auslegerboote gebaut.
Er erhielt jedoch, statt der zu erwartenden Anerkennung dieses Yachttyps, ein Verbot, bei weiteren Regatten zu starten. Damit war die weitere Entwicklung der Catamarane zunächst gestoppt.

1936 entwickelte Eric de Bisshop seinen 35 Fuß  Fahrtencatamaran ”Kaimiloa” , mit dem er 264 Tage die halbe Welt umsegelte.
Die Fahrtencatamarane des Briten James Wharram trieben 1957 die Entwicklung weiter voran.

 
Geschichte heute  
In den 50er Jahren bauten auf Hawaii die Amerikaner Woody Brown, Alfred Kumalae und Rudy Choy ein Mehrrumpfboot als Alternative zum Surfen.
Die Einfuehrung der Kunststoffe in den Bootsbau revolutionierte die Produktionsweisen.
Sie hatte den Uebergang von Einzel - zur Serienfertigung zur Folge.                                                                      
Die Entwicklung und Verbreitung der Strandkatamarane war nicht mehr zu stoppen.

Zur besseren Unterscheidung hat man die Katamarane in verschiedene Konstruktionsklassen im Rahmen von Grenzmaßen unterteilt :      

A-, B-, C-, D- und E - Division

A - Division   Luea 5,48 m / Buea 2,28 m / Segel max. 13,90 m² 
B - Division   Luea 6,10 m / Buea 3,05 m / Segel max. 21,83 m
C - Division   Luea 7,62 m / Buea 4,27 m / Segel max. 27,88 m² 
D - Division   Luea frei      /  Buea frei     /  Segel max. 46,40 m²
E - Division    unbegrenzte Luea + Buea / Segel max 92,90 m²

 
  A Cat  
  www.a-cat.info  
1956 wurden von der "International Yacht Racing Union" in England diese grazilen Katamarane der A-Division als freie Konstruktionsklasse ins Leben gerufen: Der A-Cat.
Heute gehoeren sie zu der aeltesten aktiven und traditionsreichsten Katamaranklasse.

Dank minimaler Vorgaben wie Laenge (4,49 m), Breite (2,3 m) und Segelflaeche (14,95 qm) sind den Bootsbauern und Konstrukteuren von Beginn an alle Wege offen, um die optimalsten Parameter wie Rumpf- und Riggkonstruktionen und Segelschnitt zu verbessern.
A-Cats sind mit segelfertigen 75 kg (!) oft leichter als ihre Steuermaenner/-frauen.

Jaehrlich werden Welt- und Europameisterschaften mit anspruchsvollen Startfeldern von 70 bis 100 Booten abgehalten.
 
Die gegenwaertig erfolgreichen Regattaboote sind Serienprodukte.
Hersteller sind z.B. Flyer-Competition (Aicher & Egner, Deutschland), Bimare und Titan (Italien), Scheurer und Ventilo (Schweiz), Marstroem (Schweden), Pulsar (Frankreich), Bushranger (USA), Boyer (Australien).
   
  Hobie Cat Geschichte  
Hobie history: the film - www.hobie-cat.net  
 

1968 griffen Phill Edwards und Hobart Alter genannt “Hobie“, zwei Surfer vom Capistrano Beach, die Idee auf und bauten den Strandcatamaran Hobie 14. Schon bald begann eine Kleinserien - Produktion in Kalifornien.
1970 wurde der Hobie Cat 16 produziert, mit mehr als 100.000 gebauten Booten die erfolgreichste Katamaranklasse der Welt. Im laufe der Jahre wurde die Angebotspalette mit vielen Booten erweitert.
Heute segeln ca. 200.000 Hobie Cats auf der Welt.
Gebaut werden die Boote in Australien, Brasilien, den USA und in Frankreich.

 
   
  Tornado  
Fly Tornado Geschichte  
 

1966 wurde der Tornado von Rodney March entworfen und von Terry Pearce und Reg White gebaut.

Im April 1968 gewann der Tornado mit Reg White die Weltmeisterschaft der B-Division in Australien. Einen Monat spaeter ernannte ihn die IYRU (heute ISAF) zur internationalen Klasse.
Die erste Tornado-WM fand in jenem Jahr in Kiel statt.

1972 wurde der Tornado in den "Olympischen Status" erhoben.
Damals segelten ca. 1000 Tornados in 26 Ländern. Heute sind es über 5000 Tornados in 50 Ländern.

Bis in die fruehen 90 iger Jahre wurde der Tornado unveraendert gebaut. Als Folge der grossen Popularitaet kleinerer Katamaran Klassen wurde 1993 der Tornado "modernisiert".
Zusaetzlich wurde der Kurs veraendert, um die Regatten interessanter fuer das Publikum zu machen.

Der Tornado gehoert zu den Katamaranen der B-Division.
Laenge 6,10 m, Breite 3,05 m und Segelflaeche 21,84 qm: altes Rigg / 23,8 qm: neues Rigg, Masthoehe 9,80 m ab Wasserlinie und das segelfertige Gewicht betraegt 165 kg, der Tiefgang des Rumpfes ist min. 0,17 m
und mit Schwert 0,76 m.

1999 wurde von der ISAF darueber nachgedacht, den Tornado durch eine andere Katamaranklasse bei Olympia zu ersetzen.

Seit 2001 wird der Tornado mit dem neuen, olympischen Rigg gesegelt.
Doppeltrapez, Großsegel ca. 2 qm mehr, schmalere und laengere Fock bei gleicher Groesse, asymmetrischem Spinacker (Gennaker) mit 25 qm.

2007 Der Tornado wird ab 2012 aus dem Olympischen Programm gestrichen.

 
   
F 18 Klassenvereinigung  
 

Die Formula 18 wurde 1995 ins Leben gerufen.
In diese Klasse konkurrieren verschiedene Hersteller
und versuchen laufend durch Verbesserung der Technik ihre Boote schneller zu machen.  

"Zusaetzliche Attraktivitaet beziehen diese faszinierenden Boote durch die Einbeziehung von Spinnakern (eigentlich Gennaker, die an einem festen Bugspriet gesetzt werden) und Doppeltrapezen für Vorschoter und Steuermann. Die Vermessungsformel ermoeglicht den Einsatz nahezu aller modernen Trimmhilfen und Beschlaege, wie z.B. Steckschwerter, Spi-Bergesysteme und Selbstwendefocks. Die Kosten werden durch ein Verbot von teuren High-Tech Werkstoffen sowie der Vorgabe eines Mindestgewichtes für das segelfertige Boot im Griff gehalten. Das Crewgewicht wird durch ein System von unterschiedliche Segelflaechen und Ausgleichsgewichten so angeglichen, dass leichte und schwere Crews mit gleichen Chancen verguetungsfrei gegeneinander segeln koennen." (aus www.gosche-pegel.de)

Technische Daten
Laenge: 18 Fuss, 5,50m
Breite: 2,60m
Segelflaeche: Am Wind 21m2
Vor dem Wind 42m2
Gewicht: 180kg
Crew Gewicht: 115 - 200kg
Max. speed: Bisher gemessen 30kn (55,56km/h)

 
     
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