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Meere schuetzen Verhalten in der Natur - Wussten Sie schon
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Verhalten als Wassersportler in der Natur
Einfachste Regel: "mehr Mist vom Strand mitnehmen, als man selber verursacht hat"

Sea Memories Collection   
Vorbild kann dabei der tunesische Kuenstler Mohsen Lihidheb sein, der u.a. im Guiness Buch der Rekorde mit 26.820 verschiedenen gesammelten Objekten vertreten ist.

 

 

"In einer Zeit, in der es immer mehr darum geht, daß Rohstoffe knapper werden, habe ich mir das Thema Recycling zu einem ganz besonderen Thema gemacht."
( aus Elektroschrottkunst )

   

10 goldene Regeln für das Verhalten von Wassersportlern in der Natur
erarbeitet von den Wassersportspitzenverbänden im Deutschen Sportbund und dem Deutschen Naturschutzring

1. Sensible Bereiche
Meiden Sie das Einfahren in Roehrichtbestaende, Schilfguertel, Ufergehoelze und in alle sonstigen dicht und unuebersichtlich bewachsenen Uferpartien. Meiden Sie darueber hinaus Kies-, Sand- und Schlammbaenke (Rast- und Aufenthaltsplatz von Voegeln) und Ufergehoelze. Meiden Sie auch seichte Gewaesser (Laichgebiete), insbesondere solche mit Wasserpflanzen.

2. Abstand halten
Halten Sie einen ausreichenden Mindestabstand zu Roehrichtbestaenden, Schilfguerteln und anderen unuebersichtlich bewachsenen Uferpartien sowie Ufergehoelzen - auf breiten Fluessen beispielsweise 30 bis 50 Meter. Halten Sie einen ausreichenden Mindestabstand zu Vogelansammlungen auf dem Wasser, wenn moeglich mehr als 100 Meter.

3. Naturschutzgebiete
Befolgen Sie in Naturschutzgebieten unbedingt die geltenden Vorschriften. Haeufig ist Wassersport in Naturschutzgebieten ganzjaehrig, zumindest zeitweilig, voellig untersagt oder nur unter ganz bestimmten Bedingungen moeglich. Wildwasserfahrer duerfen unter keinen Umstaenden das Flussbett veraendern, etwa durch Ausraeumen stoerender Felsbrocken.

4. Feuchtgebiete
Nehmen Sie in „Feuchtgebieten internationaler Bedeutung“ bei der Ausuebung von Wassersport besondere Ruecksicht. Diese Gebiete dienen als Lebensstaette seltener Tier- und Pflanzenarten und sind daher besonders schutzwuerdig.

5. Starten und Anladen
Benutzen Sie beim Landen die dafuer vorgesehenen Plaetze oder solche Stellen, an denen sichtbar kein Schaden angerichtet werden kann.

6. Lebensraeume
Naehern Sie sich auch von Land her nicht Schilfguerteln und der sonstigen dichten Ufervegetation, um nicht in den Lebensraum von Voegeln, Fischen, Kleintieren und Pflanzen einzudringen und diese zu gefaehrden.

7. Im Watt
Laufen Sie im Bereich der Watten keine Seehundbaenke an, um die Tiere nicht zu stoeren oder zu vertreiben. Halten Sie mindestens 300 bis 500 Meter Abstand zu Seehundliegeplaetzen und Vogelansammlungen und bleiben Sie hier auf jeden Fall in der Naehe des markierten Fahrwassers. Fahren Sie hier mit langsamer Fahrstufe.

8. Beobachtung
Beobachten und fotografieren Sie Tiere moeglichst nur aus der Ferne.

9. Sauberes Wasser
Helfen Sie, das Wasser sauber zu halten. Abfaelle gehoeren nicht ins Wasser, insbesondere nicht der Inhalt von Chemietoiletten. Diese Abfaelle muessen genauso wie Altoele in bestehenden Sammelstellen der Haefen abgegeben werden. Benutzen Sie in Haefen selbst ausschliesslich die sanitaeren Anlagen an Land. Lassen Sie beim Stillliegen den Motor Ihres Bootes nicht unnoetig laufen, um die Umwelt nicht zusaetzlich durch Laerm und Abgase zu belasten.

10. Information
Machen Sie sich diese Regeln zu eigen und informieren Sie sich vor Ihren Fahrten ueber die fuer Ihr Fahrtgebiet bestehenden Bestimmungen. Sorgen Sie dafuer, dass diese Kenntnisse und Ihr eigenes vorbildliches Verhalten gegenueber der Umwelt auch an die Jugend und vor allem an nichtorganisierte Wassersportler weitergegeben werden.

   
   
Wussten Sie schon...  

... was "Stoerung" für die Tiere in der Natur bedeutet?
* Zusaetzlichen Stress und verminderte "Fitness“ im Kampf um das Ueberleben in einer enger werdenden und zivilisationsgeschaedigten Umwelt,
* die Tiere kommen nicht zur Ruhe und verbrauchen auf der Flucht wichtige Energiereserven,
* sie koennen nicht genug Nahrung aufnehmen und keine Energie speichern

... dass Wale ueber eine Entfernung von 3500 km kommunizieren?
* 1993 zeichnete der Bioakustiker Christopher Clark die extrem tiefen Laute eines Blauwals auf, der vor der Küste Neufundlands tauchte –
3500 Kilometer entfernt!
Mit anderen Worten: Das groesste Tier unseres Planeten kann seine Artgenossen auch in einem Gebiet erreichen, das mehrere hunderttausend Quadratkilometer gross ist. Eine Theorie meint gar, es gebe Walarten, die ueber ein globales ozeanisches Kommunikationsnetz verfuegen. Sozusagen ein «Wal-Internet».

... dass Sondermüll als Treibstoff verbrannt wird?
Russ ist neben Schwefeldioxid, Stickstoffoxid, Benzol und Kohlendioxid einer der giftigen Reststoffe, die taeglich in gigantischen Mengen aus den Schornsteinen von weltweit etwa 100.000 Ozeanriesen qualmen. Die meisten dieser Schiffe, ganz gleich ob Container-, Passagier- oder Kreuzfahrtschiff, tanken den minderwertigsten und billigsten aller Treibstoffe: Schweroel, ein teerartiger Abfallstoff der Erdoelveredelung, der an Land wie Sondermuell behandelt wird.” (aus NABU)

... dass Plastik ein Material ist, das in unserer Umwelt nicht abgebaut werden kann.
Jede kleinste Menge Plastik, die jemals hergestellt worden ist, existiert nach wie vor.
Ausgenommen die kleinen Mengen, die eingeaeschert worden sind und somit zu giftiger Luft und zu Partikelemission wurden.
Plastikmuell bedeckt Millionen von Quadratkilometern im Nord-Pazifischen Ozean, im Nordatlantik und in den restlichen ozeanischen Strudeln.
Es gibt keine bekannte Methode, die
Plastikverschmutzung in den Ozeanen zu beseitigen,
da die Plastikpartikel sehr klein sind (so gross wie Plankton) und sich ueber die gesamte Wassersaeule verteilen.
( aus plasticpollutioncoalition )

... wie stark auch Ihr Altoel das Wasser verschmutzt?
* Ein Kubikzentimeter Oel breitet sich auf der Wasseroberflaeche über 3 bis 4 Quadratmeter aus,
* Voegel, die durch solche Lachen schwimmen, koennen daran sterben,
* 0,1 bis 1 Milligramm giftiger Substanzen aus dem Erdoel machen 1 Liter Wasser ungeniessbar, auch fuer die Tiere.

... Plastikmuell im Meer
Nach Untersuchungen der UN-Umweltorganisation UNEP treiben bis zu 18.000 Plastikteile in jedem Quadratkilometer der Weltmeere. Rund sechseinhalb Millionen Tonnen Plastikmuell landen im Meer - davon ca. 150.000 Tonnen durch sogenannte Geisternetze der Fischereiindustrie. Besonders bedenklich stimmt dies, wenn man in Betracht zieht, dass Plastik erst seit rund 40 Jahren in grossen Mengen hergestellt wird.

(aus oceancare.org)

... dass Haie schon seit ca. 400 Millionen Jahren
durch die Weltmeere schwimmen - lange bevor die ersten Saurier aus dem Ei schluepften. Sie zaehlen zu den aeltesten heute lebenden Wirbeltieren: viele der elegant geformten Jaeger existieren beinahe unveraendert seit über 60 Millionen Jahren, als sich die Dinosaurier wieder von der Erde verabschiedeten.
(aus greenpeace.de)

World Ocean Review (deutsch PDF)
Ein Ozean voller Laerm (PDF)

   
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